EnergieVisionen

Nachhaltigkeit ist greifbar

Ökobilanzierung von Gebäuden

Vergleicht man den Energiebedarf für die Herstellung von Gebäuden mit dem Energiebedarf für den Betrieb, so steigt der bauliche Anteil mit der Energieeffizienz des Gebädues. Der für die Herstellung aufgewendete Anteil kann den betriebsbedingten im Lebenszyklus überschreiten. Die graue Energie wird somit relevant und bunt.

Oft ist die Wahl von nachhaltigen und ökologischen Materialien von einem gewissen Bauchgefühl geleitet, da sich wissenschaftlich fundierte und einfach handhabbare Kenngrößen noch nicht im Planungsalltag durchgesetzt haben.

Mit NabCalC (Nab = Nachhaltiges Bauen) steht nun ein fundiertes Werkzeug zur Verfügung, mit dem die Ökobilanz von Gebäuden und Konstruktionen sehr einfach bewertet werden kann.

Grundlage für die Bewertung von Baumaterialien sind Umweltproduktdeklarationen (EPD) nach EN 15804 und eine automatisierte Massenermittlung der verwendeten Materialien und Konstruktionen. Die darüber ermittelten Kenngrößen (Primärenergiebedarf und Umweltbelastung) werden mit einem typischen Referenzgebäude verglichen, das einer konventionellen Bauweise entspricht - ähnlich wie beim Energiepass das Referenzgebäude. Die Methodik dazu haben wir im Rahmen der LENOZ (Luxemburger Nachhaltigkgietszertifizierung von Wohngebäuden) entwickelt. Hier und hier weitere Informationen dazu.

Primärenergiebedarf im Lebenszyklus

Folgende Grafik zeigt den Verlauf des kumulierten Primärenergiebedarfs. Der Primärenergiebedarf für die Herstellung fällt im ersten (Bau)Jahr an. In den darauf folgenden Jahren tritt ein Primärenergiebedarf für den Betrieb des Gebäudes auf. Vorausgesetzt man nutzt den gleichen Dämmstoff, steigt der Herstellungsenergiebedarf mit der Dämmstoffdicke. Gleichzeitig reduziert sich der Energiebedarf im Betrieb (Heizen). Mit NabCalC kann schnell die Variante mit dem geringsten Gesamtbedarf gefunden werden.
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Ausgabeblatt zur Gebäudebewertung

Auf einer Seite können Gebäudeergebnisse zusammengefasst tabellarisch und grafisch dargestellt werden. Die bei der Herstellung von Materialien entstehende Umweltbelastung wird für ein Referenzgebäude und das geplante Gebäude ermittelt. So kann schnell überprüft werden, wie sich die Verwendung unterschiedlichen Materialien auf die Umweltbelastung auswirkt.
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Direkte Eingabe des Schichtenaufbaus

In NabCalC können als Bauteile der thermischen Gebäudehülle direkt über Schichtaufbauten eingegeben werden. Dabei kann eine im Werkzeug integrierte Datenbank genutzt werden, die alle Informationen und Kenndaten enthält. Das beste ist: die Kennwerte sind bereits alle für die Anwendung im Werkzeug aufbereitet, vereinheitlicht und umgerechnet.
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Integrierte Materialdatenbank (ÖKOBAUDAT)

Im Werkzeug direkt ist eine Datenbank hinterlegt, mit der zum Einen der U-Wert einer Konstruktion und zum Anderen die Umweltbelastung und der Primärenergiebedarf bei der Herstellung bestimmt werden kann. NabCalC führt im Hintergrund eine monatliche Energiebilanz durch. Auf der Basis der eingegebenen Daten wird der Primärenergiebedarf für den Gebäudebetrieb automatisch abgeschätzt. Es können verschiedene Wärmeerzeugungssysteme bewertet werden.
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